Organ donation.
The gift of life.

Fachvorträge Palliative Care 2017

Kurt Gamper begrüsst die Teilnehmenden

Beginnen möchte ich meinen Bericht mit einem grossen Dankeschön an Margrit Schmid-Oberlin und Carlo Brüngger, welche mich auch dieses Jahr tatkräftig unterstützt und in Basel und Bern die Fachvorträge vorbereitet haben. Herzlichen Dank auch meiner Partnerin Silvia, die mir stets mit Rat und Tat beiseite steht und mir eine grosse Hilfe ist.

Dieses Jahr haben wir an den drei Universitäten (Basel, Bern und Zürich) das Thema „PALLIATIVE CARE“ angeboten. Es war uns bewusst, dass wir kein einfaches Vortragsthema ausgesucht haben. Es gehört jedoch auch zu unserer Aufgabe, schwerere Themen aufzugreifen. Um die Angebote der Palliative Care zu verstehen, braucht es Informationen über die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die sie uns bieten kann.

Was bedeutet Palliative Care?

Palliative, (Lateinisch Pallium) umschreibt einen mantelähnlichen Umhang.„Ich bin geborgen, geschützt unter einem Mantel.“

Care, bedeutet Pflege, Fürsorge, Versorgung, Betreuung und Aufmerksamkeit. „Ich sorge mich um dich, du bist mir wichtig!“

Das Ziel ist eine optimale Behandlung und die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, wenn eine schwere Krankheit, oder eine lebensbedrohliche Situation vorliegt. Der individuelle Mensch mit seinem Recht auf Mitsprache, Selbstbestimmung und seiner Würde steht im Zentrum. Mit der Palliative Care soll auf die Bedürfnisse der Patienten und deren Angehörigen umfassend eingegangen werden. Sie erreicht dies, indem sie Schmerzen und andere physische, psychosoziale, soziokulturelle und spirituelle Probleme frühzeitig erkennt, immer wieder neu erfasst und angemessen behandelt.

Palliative Care lindert Schmerzen und andere belastende Beschwerden und unterstützt den Patienten darin, so lange wie möglich aktiv zu bleiben. Sie hat zum Ziel, den Menschen die Mittel zu geben, sich nicht hilflos zu fühlen und wieder selber mitbestimmen zu können. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, die Palliative Care in Anspruch zu nehmen. Stationär in Spitälern, Hospizen oder Ambulant. Palliative Care ist Teamarbeit. Sie organisiert mit den Angehörigen, Nachbarn und Freunden, externen Hilfsorganisationen wie Spitex oder Fahrdiensten die bedürfnisgerechte Betreuung auch zu Hause. Palliative Car bejaht das Leben und erachtet das Sterben als normalen Prozess, will den Tod weder beschleunigen noch verzögern. Sie unterstützt Angehörige, die Krankheit des Patienten und die eigene Trauer zu verarbeiten.

Alle vier Referenten: Frau Dr. med. Heidi Dazzi, Zürich, Herr Prof. Dr. med. Steffen Eychmüller Bern, Frau Dr. med. Sandra Eckstein und Frau Silke Walter, Pflegeexpertin Basel, betonten in ihren Referaten zur Palliative Care die Wichtigkeit einer Patientenverfügung. Schnell wurde uns Besuchern klar, dass eine gute Palliative Care ohne Patientenverfügung für alle Beteiligten eine sehr grosse Herausforderung darstellt. Eine Patientenverfügung hilft allen Beteiligten, beschleunigt die Abläufe, beseitigt viele Unsicherheiten, spart Zeit und gilt für alle als Grundlage und Richtlinie.

Wie sollen die Ärzte, das Pflegepersonal und Angehörige helfen, wenn sie die Bedürfnisse der Patienten nicht kennen? Ein mögliches Lebens-Motto nach Cicely Saunders: Dem Leben nicht mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben"

 

--> zu den Bildern